Wie alles begann - Erfahrung aus über 80 Jahren!
Das Traditionsunternehmen realisierte bereits mehrere tausend Ein- und Zweifamilienhäuser.
Darüber hinaus wurden Gewerbebauten, sowie öffentliche Gebäude wie Kindergärten
und Vereinshäuser gebaut.
1. April 1924: Firmengründung
1. April 1924: Firmengründung

Gründung durch Hermann Brochhaus, geb. am 25. April 1897, dem Großvater der heutigen Generation. In Kürten-Kotterhof wurde mit einer Stellmacherei, Zimmerei und einem Holzhandel begonnen, dem dann nach kurzer Zeit die Herstellung und der Handel mit Möbeln folgte.
1. April 1934: Standortwechsel und Kriegsjahre
1. April 1934: Standortwechsel und Kriegsjahre
Erster Spatenstich zur Neuerrichtung einer größeren Werksanlage am jetzigen Standort im Kürtener Sülztal (Ortsteil Broch).
Unter Ausnutzung des natürlichen Wassergefälles des Sülzbaches wurde ein Elektro-Kraftwerk zur Stromversorgung mittels einer Doppel-Turbinen-Anlage sowie die erforderlichen Gebäude für Sägewerk und Schreinerei nach erheblichen Erdbewegungen in einem unwirtlichen Gelände errichtet.
Der im Jahre 1934 mit dem Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk (RWE) abgeschlossene Stromlieferungsvertrag ermöglichte die Nutzung der Kraftanlage zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf, und durch Parallelschaltung die Lieferung der überschüssigen Energie in das Hochspannungsnetz der RWE.
Nach Inbetriebnahme der neuen Werksanlagen nahm die Firma einen langsamen aber stetigen Aufschwung. Immer mehr Mitarbeiter wurden eingestellt, um die laufend steigenden Aufträge im Sägewerk, in der Schreinerei, der Zimmerei und dem Holzhandel erfüllen zu können.
Schon frühzeitig, bereits vor dem zweiten Weltkrieg, Mitte der 30er Jahre beschäftigte man sich mit dem Gedanken der Herstellung von Fertighäusern oder doch von vorgefertigten Teilen für den Wohnungsbau. Eine größere Anzahl von Häusern in der näheren und weiteren Umgebung sind Zeugen dieser ersten Versuche, Wohnhäuser mit im Betrieb vorgefertigten Teilen zu erstellen. Diese Häuser wurden als Einzelwände, in Holzfachwerk mit äußerer Holzverschalung, innerer Dämmplatten- oder Sperrholz-Verkleidung mit Glaswolle-Isolierung hergestellt.
In dieser Zeit ergab sich die Möglichkeit, Fertighäuser nach Australien zu liefern. In einer Arbeitsgemeinschaft mit einer Remscheider Holzverarbeitungsfirma wurden diese Häuser entsprechend den Vorstellungen australischer Behörden entwickelt, und zwar in Leichtbauweise mit nur 8 cm starken Außenwänden und leichten Flachdächern. Eine Montagekolonne, zusammengestellt aus Facharbeitern der beiden beteiligten Betriebe, übernahm die Montage der Häuser und den schlüsselfertigen Innenausbau an Ort und Stelle.
Der zweite Weltkrieg setzte dann dieser steigenden Entwicklung ein jähes Ende. Ein Teil der Mitarbeiter wurde zum Kriegsdienst eingezogen. Die Produktion in allen Abteilungen musste umgestellt werden, zumal der Betrieb bereits im Jahre 1937 in Vorbereitung auf den kommenden Krieg zum Wehrwirtschaftsbetrieb erklärt wurde. Am Ende des Krieges wurden die gesamten, abgelagerten Holzvorräte (136 Lastwagen-Ladungen) durch die Amerikaner nach Süddeutschland abgefahren (vor dem Besatzungswechsel mit den Engländern).
Nunmehr begann der Wiederaufbau und damit ein neuer Zeitabschnitt für die Entwicklung des Werkes. Der allgemein einsetzende Wiederaufbau der Städte, hier insbesondere Köln, brachte Aufträge größeren Ausmaßes. Aufträge für die Deutsche Bundespost und andere Wohnungsbaugesellschaften für Dachstühle, Fenster, Türen, Innenausbau wurden ausgeführt. Unterkunftsbaracken, Kasernen und Werkstattbauten für die Besatzung und später für die Bundeswehr erforderten die Einstellung von immer mehr Mitarbeitern und Vergrößerung der Betriebsanlagen.
1. April 1964: Beginn der NORDHAUS-Produktion
1. April 1964: Beginn der NORDHAUS-Produktion

Anfang 1964 wurde eine Kooperation mit der Firma Bergstedt aus Verden geschlossen, die sich ebenfalls mit Fertighäusern beschäftigte. Sie war im Besitz fertiger und geschützter Methoden und suchte nach bodenständigen, wirtschaftlich gesunden Holzverarbeitungsbetrieben als Partner. So wurde gemeinsam (zwischenzeitlich auch mit weiteren Werken) unter dem Namen NORDHAUS ein schon damals hochwertiges Fertighaus im Bundesgebiet angeboten und produziert.
Am 25. Mai 1968 wurde der Vertrag über den Zusammenschluss von acht Herstellerwerken zu der „NORDHAUS Fertigbau GmbH“ mit dem Sitz in Frankfurt/Main abgeschlossen. Die NORDHAUS-Gruppe arbeitete damals mit insgesamt 11 Werken nach einheitlichen Grundsätzen und Methoden unter der selbst geschaffenen Oberaufsicht der Gesellschafts-Zentrale. Bald schon kam der Gedanke zur Errichtung eines zentralen Werkes auf. Im Jahre 1972 wurde nunmehr durch die
Gemeinschaft der NORDHAUS-Gruppe ein modernes Werk in Heringen (bei Bad Hersfeld) errichtet, das mit einer Jahreskapazität von 1.000 Häusern das größte Werk dieser Gruppe darstellte.
70er Jahre: Boom der NORDHAUS-Hausserien
70er Jahre: Boom der NORDHAUS-Hausserien
Die erheblich steigende Nachfrage nach "NORDHÄUSERN" bestätigte die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Die damit verbundene Notwendigkeit der Erweiterung der Betriebsstätten zur Kapazitätssteigerung war die unausbleibliche Folge. Entsprechend der Nachfrage wurden die Betriebsanlagen in Kürten durch den Neubau von geräumigeren Werkshallen vergrößert:
1965: Errichtung der ersten Kranbahnhalle (heute Fenstereinbau-/Putzstraße)
1971: Errichtung einer neuen Werkhalle (heute Halle für die Wandproduktion)
1973: Errichtung einer weiteren Kranbahnhalle mit Anbau (heute Zimmereihalle)
1975: Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes (Einweihung wurde gleichzeitig mit 50-jährigem Firmenjubiläum in großem Rahmen gefeiert)
1983: Montage einer neuen Heißleimpresse für die Verleimung der Außen- und Innenwände, sowie Montage einer neuen Holzfeuerungsanlage mit Betonsilo, Hackeranlage und Trockenkammer
Die Ausstattung mit modernen Maschinen und Einrichtungen sowie arbeitserleichternden Transportbändern und Montagebahnen ergänzte und vergrößerte die Kapazität. Von anfänglich 12 Häusern im Jahre 1965 wurden die Produktionszahlen für das Werk Kürten gesteigert auf bis zu 186 Häuser (in den 70er Jahren). Bis heute wurden von allen NORDHAUS-Werken insgesamt ca. 26.000 NORDHÄUSER gebaut.
80er Jahre: allgemeine Bau-Rezession
1986 bis 1989: Bau von Kulissen für verschiedene Fernsehproduktionen von WDR und RTL (z.B. „Mensch-Meier“, „Lindenstraße“, „WDR-Publik“ sowie „Anpfiff“ und „Finale“).
1990: Stillegung des Sägewerkes und Verpachtung der Räumlichkeiten sowie des Rundholzplatzes an einen Zimmereibetrieb.
1991: Die Marke NORDHAUS geht voll in den Besitz unserer Firma über, so dass seitdem alle NORDHÄUSER in Kürten hergestellt werden. Die übrigen NORDHAUS-Werke sind im Laufe der Rezessionsjahre vom Markt verschwunden oder wurden mangels Nachfolge eingestellt. Das ehemalige Zentralwerk in Heringen wurde von einem anderen Fertighaus-Hersteller übernommen und produziert heute noch für eine andere Marke.
1995: CNC-gesteuerte Wandproduktion
1995: CNC-gesteuerte Wandproduktion

Um den eigenen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden (auch der Umwelt zuliebe), kam der Entschluss, die bisherige „Bürkle-Heißleimpresse“ zur Verleimung von Außen- und Innenwänden gegen eine zeitgemäße EDV-gesteuerte Nagelstraße zu ersetzen.
Die 90 t schwere Presse wurde am Stück demontiert, verladen und nach Süddeutschland veräußert. Der gesamte stationäre Maschinenpark, alle Einrichtungen und Zwischenbühnen wurden ausgebaut und verschrottet. Zwei große Produktionshallen wurden auf diese Weise komplett ausgehöhlt und für die Aufnahme der neuen hochmodernen Anlage vorbereitet. Nach einigen notwendigen Umbauten (Wände, Fundamente und Bodenplatten) wurden beide Hallen hell und freundlich renoviert.
Zeitgleich begann man in der ersten Halle, eine neue Krananlage und die neue „Weinmann-Nagelstrasse“ (welche in diesem Gebäude aus drei Arbeitstischen besteht) zu montieren. Alle Baugruppen der Anlage sind EDV-gesteuert, die gesamte Wandproduktion kann nahezu automatisch fertigen. Manuell werden nur die einzelnen Werkstücke zusammengefügt. Hieraus resultiert zwangsweise ein hohes Maß an Qualität durch unsere Facharbeiter.
2002: Übergang zur dritten Generation
2002: Übergang zur dritten Generation
Ende des Jahres 2002 löste Christoph Brochhaus in 3. Generation seinen Vater als Geschäftsführer ab und leitet seither das Unternehmen zusammen mit dem bisherigen Geschäftsführer Paul Dieter Brochhaus (jüngster Sohn des Firmengründers).
2004: Moderne Architekur und Haustechnik
2004: Moderne Architekur und Haustechnik
Im April 2004 wurde das „Referenzhaus Moitzfeld“ eingeweiht. Es handelt sich hierbei um eine neuartige Architekturlinie in 2-½ geschossiger Bauweise mit versetztem Pultdach und Rundfenstern im Dachgeschoss. Als Haustechnik kam sowohl eine zentrale Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmenutzung, ein Bussystem (EIB), eine Regenwasser-Nutzungsanlage als auch eine Röhrenkollektor-Solaranlage mit 500 Liter Brauchwasserspeicher zum Einsatz. In Verbindung mit der hervorragenden Wärmedämmung wurde der sogenannte 3-Liter-Haus-Status (damals KfW60) erreicht und entsprechend gefördert.
